Email zur Bilanz der AFK-Geothermie GmbH für das Jahr 2024
(Februar 2026)

an die Bürgermeister der Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim, an die AFK-Geothermie und an die Gemeinderäte der 3 Gemeinden gesendet

Der Beteiligungsbericht der AFK-Geothermie für das Jahr 2024 wurde am 11.12.2025 im Gemeinderat der Gemeinde Aschheim vorgelegt. Er weist gegenüber den Gesellschaftern einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,844 Mio.€ (Millionen EURO) aus.

Auf der Website der AFK-Geothermie wurde die Bilanz 2024 veröffentlicht, die am 16.12.2025 vom Aufsichtsrat der AFK-Geothermie verabschiedet wurde. Der in dieser Bilanz veröffentliche Bilanzgewinn weist 1,686 Mio.€ aus!  Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wiederum nicht veröffentlicht.

Je nachdem, welchen Wert man zugrunde legt („richtig" oder „rechtens" werden sicher beide Werte sein!), stellen wir fest, dass das Jahresergebnis 2024 um den Faktor 4,9 oder 5,3 höher ist als das des Jahres 2021, also dem Jahr vor der Energiekrise. Damals lag der Jahresüberschuss bei 347 T€.

Der Gewinn wurde von 1.628 Kunden (Mittelwert 2024) erwirtschaftet. D.h. durchschnittlich trug jeder Kunde mit über 1.000 Euro netto (1.200 € brutto) zum Gewinn bei. Das zeigt sich auch in der außerordentlich hohen Umsatzrendite von fast 12%!
Die Wärmeerlöse stiegen im Jahr 2024 um 3,1 Mio.€ auf 14 Mio.€. 2022 lagen sie noch bei 6,8 Mio.€. Dem steht ein moderater Anstieg des Materialaufwandes, v.a. für Gas- und Stromeinkauf, um 0,5 Mio.€ entgegen.

Das zeigt deutlich, dass die Preisgleitformel für den Arbeitspreis nicht der Kostenstruktur folgt. Vielmehr hat sich die Gewinnentwicklung drastisch von der Kostenentwicklung entkoppelt. Für uns eine dramatische Fehlentwicklung.
Das hohe Gewinnplus (+52% bzw. +66% ggü. Vorjahr) resultiert v.a. aus den drastischen Preiserhöhungen und kaum aus dem höheren Wärmeverkauf (+8,2%).

Bei den auch 2025 und 2026 weiterhin hohen Wärmepreisen und der zwischenzeitlichen Preisentspannung auf der Beschaffungsseite wird jeder von uns Kunden in diesen Jahren wohl weiterhin jährlich mit ca. 1.000 € (netto) zum Jahresüberschuss der AFK beitragen müssen.

Zusätzlich zur auffälligen Entwicklung des Jahresüberschusses stellen wir fest, dass sich das Umlaufvermögen (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) von 9,1 Mio.€ (31.12.2022) innerhalb von 2 Jahren auf 17,8 Mio.€ (31.12.2024) aufsummiert hat.

Diese Situation ist für ein kommunales Unternehmen nicht länger akzeptabel!

AFK-Geothermie steht nicht im Wettbewerb, die Kunden haben keine Wechseloption! Wir Kunden müssen das Preisdiktat des Quasi-Monopolisten hinnehmen und sind gezwungen die hohen Preise zu akzeptieren. So darf es nicht weitergehen! Wir fordern alle Verantwortlichen auf, umgehend für eine angemessene Entlastung und faire Preise zu sorgen. Wir fordern:

  • Eine sachgerechte Preisgleitformel è FAIRE Preise
  • Transparenz  è Bilanz, GuV, Darstellung des Free Cash-Flows
  • Rücknahme des CO2-Preises è Keine Rabattierung
  • Zurück zur ursprünglichen Idee der AFK-Geothermie:
    Wärme aus heimischen Ressourcen und damit Unabhängigkeit von den Weltmärkten, auch bzgl. des Preises.

 

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